Let’s Plays und Gaming-Streams erfreuen sich großer Beliebtheit

Let’s Plays und Gaming-Streams erfreuen sich großer Beliebtheit

(01.04.2026, 17:23:21) Gaming-Livestreams und Let’s Plays sind bei Millionen Menschen in Deutschland beliebt. Eine neue Studie zeigt, dass ein Drittel der Deutschen regelmäßig solche Inhalte verfolgt.

Gaming-Content als Massenphänomen in Deutschland

Gaming-Livestreams und Let’s Plays sind längst kein Nischenhobby mehr, sondern fester Bestandteil der deutschen Medienlandschaft. Rund 32 Prozent der Menschen ab 16 Jahren – das sind etwa 23 Millionen Deutsche – schalten regelmäßig auf Plattformen wie Twitch oder YouTube ein. Ob zur Unterhaltung, für Tipps zum eigenen Lieblingsspiel oder um Neuerscheinungen vorab zu checken: Die Begeisterung zieht sich durch viele Bevölkerungsschichten.

Junge Generationen dominieren das Zuschauerfeld

Besonders bei den Jüngeren ist das Format ein Muss: Satte 63 Prozent der 16- bis 24-Jährigen verfolgen Gaming-Inhalte. Auch in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen schaut mit 57 Prozent noch mehr als die Hälfte regelmäßig zu. Mit zunehmendem Alter sinkt das Interesse zwar kontinuierlich ab, doch selbst bei den über 55-Jährigen sind noch 12 Prozent mit dabei. Dies belegt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Branchenverbands game in Kooperation mit YouGov.

Interaktion als Erfolgsgeheimnis 

Was macht den Reiz aus? Vor allem die Nähe. Im Gegensatz zum klassischen Fernsehen ermöglichen Livestreams eine direkte Interaktion. Zuschauer können im Chat mit ihren Idolen kommunizieren und oft sogar den Spielverlauf beeinflussen. Diese Nahbarkeit verleiht Streamerinnen und Streamern echten Star-Status – erkennbar an den langen Schlangen bei Autogrammstunden auf Messen wie der gamescom. Diese Popularität wirkt auch ökonomisch: Rund 17 Millionen Menschen gaben an, durch solche Videos bereits auf Produkte aufmerksam geworden zu sein.

Brücke zwischen Politik, Medien und Gaming-Kultur

Auch außerhalb der Gaming-Blase wird das Potenzial erkannt. Klassische Medienformate wie die „Tagesschau“ oder sogar die Politik nutzen Twitch, um junge Zielgruppen dort abzuholen, wo sie sich aufhalten. Felix Falk, Geschäftsführer des game-Verbands, verweist hierbei auf prominente Beispiele wie den Besuch von Robert Habeck beim Streamer „HandofBlood“. Gaming-Streams fungieren somit als moderne Brücke für gesellschaftliche Diskurse.

Community-Voting: Wer wird „Spieler*in des Jahres“?

Die Community steht auch beim Deutschen Computerspielpreis (DCP) 2026 im Mittelpunkt. Bis zum 14. April 2026 können Fans online für ihre Favoriten in der Kategorie „Spieler*in des Jahres“ abstimmen. Nominiert sind in diesem Jahr die Creator Copeylius, Dennsen86, Felikah und JenNyan. Die feierliche Verleihung findet am 29. April in München statt.

Dieser Artikel Ein Drittel der Deutschen schaltet bei Let’s Plays und Gaming-Streams ein wurde ursprünglich auf game veröffentlicht.


Autor: Redaktion

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