Neue Studie zur Games-Branche in Deutschland: Hohe Dynamik mit noch größerem Potenzial

Neue Studie zur Games-Branche in Deutschland: Hohe Dynamik mit noch größerem Potenzial

(15.01.2026, 11:10:00) Eine kürzlich veröffentlichte Studie beleuchtet das dynamische Wachstum der deutschen Games-Industrie. Zwischen 2018 und 2024 hat sich die Zahl der Unternehmen mehr als verdoppelt, während die wirtschaftlichen Herausforderungen bestehen bleiben. Erfahren Sie, wie eine neue Förderpolitik den Sektor ankurbeln könnte.

Eine aktuelle Studie analysiert die Entwicklung der Games-Branche in Deutschland und zeigt erhebliches Wachstumspotenzial. Zwischen 2018 und 2024 hat sich die Zahl der Unternehmen im Kernmarkt von 524 auf 948 verdoppelt, was einem Anstieg um 81 Prozent entspricht. Der Umsatz dieser Unternehmen stieg in diesem Zeitraum um 22 Prozent auf 3,73 Milliarden Euro. Die Beschäftigungszahlen wuchsen um 20 Prozent auf 14.800 Mitarbeitende an. Parallel dazu ist der Frauenanteil in der Branche von 25 auf 30 Prozent gestiegen.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt der Anteil deutscher Spieleproduktionen am Heimatmarkt mit 5,5 Prozent gering. Dies wird teilweise auf die international unkonkurrenzfähigen Wettbewerbsbedingungen zurückgeführt. Erst durch die Einführung der Bundesförderung konnte Deutschland hier Anschluss finden, bleibt jedoch hinter den führenden Standorten zurück.

Die Studie zeigt auch wirtschaftliche Vorteile einer Förderpolitik auf: Ein Euro Fördergeld generierte im Jahr 2023 etwa 6,50 Euro Bruttowertschöpfung sowie 2,50 Euro an Steuern und Sozialabgaben. Eine mögliche zusätzliche steuerliche Förderung könnte einen echten Impuls für den deutschen Games-Standort liefern: 87 Prozent der Unternehmen erwarten dadurch Entwicklungsimpulse, 67 Prozent ein Umsatzwachstum und 63 Prozent eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit.

In der Veröffentlichung zeigt sich, dass Browsergames nur ein einziges Mal Erwähnung finden. Nämlich, wenn es darum geht, wie viele Unternehmen Browsergames im Jahr 2025 und in den Jahren zuvor entwickelt haben. Dies Zahl lag 2015 noch bei 27%. 2018 lag sie bei 25% und 2025 schließlich bei 17%. Welchen Anteil Browsergames am Umsatz haben, wird seit einigen Jahren nicht mehr aufgeschlüselt.



Die Studie wurde vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt und von Goldmedia im Auftrag des game-Verbands erstellt. Sie basiert auf einer Online-Befragung mit 343 Unternehmen zwischen April und Juni 2025.

Mehr Informationen über die Studie, die vom game in Auftrag gegeben wurde, erfährst Du direkt beim game.

Autor: Redaktion

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